Über den Autor

Liebe Leserin, lieber Leser,

seit über 30 Jahren beschäftige ich mich mit den Themen Medizin und Naturheilkunde. Beide Gebiete sollten sich nicht gegenseitig ausschließen. Für mich persönlich bedeutet Medizin-Journalismus, mit einem Ohr ganz nah und unmittelbar an der Wissenschaft dran zu sein. Sensibel zu sein für Entwicklungen, Weiterentwicklungen und Neuigkeiten in der Medizin. Trends zu verfolgen. Und gleichzeitig außerordentlich skeptisch zu sein. Schließlich endete schon so manche neue, wissenschaftliche Erkenntnis in einem medizinischen Desaster, das viele Patienten rechtsmäßig mit dem Leben bezahlen mussten. Das andere Ohr gehört der Naturheilkunde. Die Natur hat so viel zu bieten. Trotzdem ertragen zig Millionen Patienten täglich bedingungslos die oft heftigen Nebenwirkungen ihrer Medikamente. Andererseits haben wiederum sehr viele Menschen bereits am eigenen Leib verspüren dürfen, wie wichtig z. B. die Notfallmedizin ist. Somit haben beide ihre Berechtigung – Medizin und Naturheilkunde. Und oft ergänzen sich beide geradezu ideal.

Im Gespräch erklärte mir ein namhafter Wissenschaftler: „Es gibt mehrere hundert Befindlichkeiten, die heute als Rheuma eingestuft werden. Aber lediglich eine Hand-voll Mittel, die standardmäßig für die Behandlung zur Verfügung stehen. Es bringt gar nichts, wenn man letztendlich weiß, an welchem Rheuma man erkrankt ist. Wir verordnen sowieso immer dasselbe“.
Ein weiterer renommierter Wissenschaftler äußerte sich so: „Wir wissen allgemein noch sehr wenig. Manche Kollegen tippen euphorisch auf 4 Prozent Wissen. Im Endeffekt wissen wir bestimmt viel weniger“.

Da ist es doch erfreulich, dass es so viel altes Wissen aus der Natur gibt. Wissen, das man tagtäglich mit viel Erfolg und, bei fachgerechter Handhabung, ohne Nebenwirkungen in der Praxis einsetzen kann. Wir müssen achtsam mit diesem Wissen umgehen. Alles Wissen kommt aus der Natur. Der Mensch schaut dort ab und versucht zu kopieren und herzustellen. Doch dabei geht viel schief.

Denken Sie nur mal an die Vogel- und Schweinegrippe. Essen Sie auch gerne Anisplätzchen? Dann essen Sie diese auch ruhig weiterhin. Der Ausgangsstoff für die Herstellung von Oseltamivir (Grippe-Mittel: Tamiflu) ist die Shikimisäure. Diese wird eigentlich aus echtem Sternanis gewonnen. 30 Kg Anis ergeben 1 Kg Shikimisäure. Die Pharma-Industrie stellt diesen Stoff aber längst aus einem gentechnologisch erzeugten, speziellen Stamm von Escherichia-coli- Bakterien her. An der Universität Tokyo wurde Shimikisäure 2006 sogar aus einer gebräuchlichen Laborchemikalie synthetisiert. Mit dem Resultat: Diese Art von Präparaten können dem Menschen mehr schaden als nützen. Sie können geradezu gefährlich werden.

Es freut mich, wenn Sie persönlichen Nutzen aus meinen akribisch recherchierten Artikeln ziehen. Wichtige Themen werden von mir meist direkt, vor Ort, recherchiert, im Gespräch mit renommierten Wissenschaftlern.

Horst Boss

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